Ausstellung Anna Meyer – Hopesters – Haus am Lützowplatz

bis 05.09. | #3102ARTatBerlin | Haus am Lützowplatz zeigt ab 23. Juli 2021 die Einzelausstellung Hopesters der Künstlerin Anna Meyer.

Das Haus am Lützowplatz zeigt die Malerin und Installationskünstlerin Anna Meyer in ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Berlin. Das letzte Mal wurde sie 2006 in der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig mit einer Solo-Schau in Deutschland präsentiert. Die von der Künstlerin behandelten Themen Gleichberechtigung, Klimawandel, Globalisierung, Rechtsruck und Digitalisierung werden in mehreren Bildserien aus den letzten Jahren greifbar und formen sich zu einer einheitlichen Erzählung über unsere von Krisen zerfurchte Gegenwart.

Der Ausstellungstitel „Hopesters“ (zusammengesetzt aus den Begriffen „Hope“ und „Hipster“) verweist auf widersprüchliche oder brüchige Allianzen bei der Bewältigung der Komplexität unserer Gegenwart. Es ist ein bewusst mehrdeutiger Begriff, der einerseits Hoffnung auf Veränderung durch Engagement machen will, aber auch die Kehrseite heutiger populistischer Protestbewegungen mit einschließt, wie etwa die Phänomene der französischen „Gelbwesten“ oder der sogenannten Querdenker.


Anna Meyer, Hopesters, 2020, Öl auf Leinwand, 160 x 130 cm 

Im Zentrum der Ausstellung steht der seit 2007 von Anna Meyer gesammelte Bilderatlas „Future Feminismus“. Dabei handelt es sich um eine Bildgeschichte oder Mnemosyne feministischer Kunst in Form von kleinen Studien auf Plexiglas, die als Rauminstallation an Nylonfäden hängend aufgebaut wird. Darstellungen weiblicher Körper von männlichen Künstlern wie Rubens, Courbet oder Lucian Freud stoßen auf ikonische Selbstbilder von Frauen aus der jüngeren Kunstgeschichte, wie etwa Lynda Benglis, Alice Neel, Marlene Haring, Birgit Jürgenssen, Maria Lassnig oder Sylvia Sleigh. Ergänzt werden diese Gegenüberstellungen unterschiedlicher Blickwinkel durch Bilder von Pop-Ikonen wie Courtney Love oder Patti Smith sowie Miniaturen eigener Selbstdarstellungen der Künstlerin aus den 1990er Jahren.

Anna Meyer entwickelte zu großen Zukunftsthemen ein sehr eigenwilliges malerisches Vokabular, das zur eigenen Um- und Neuorientierung veranlasst. Die Kunstgattung Malerei erscheint ihr als geeignetes Mittel, um ein „Amalgam“ aus der gesellschaftlich-politischen Realität und den digitalen/medialen Abbildern dieser Wirklichkeit zu formen. Malerei sei, so die Künstlerin, „eine demokratische und Ressourcen sparende Disziplin, in der das Leben mit der Kunst verschmilzt“.

Anna Meyer wurde 1964 in Schaffhausen geboren und hat seit 1987 in Wien ihren Lebensmittelpunkt.

Eröffnung: Donnerstag, 22. Juli 2021, 19 Uhr

Die Veranstaltung findet unter freiem Himmel im Hofgarten vom Haus am Lützowplatz statt. Der Zugang erfolgt über die Einfahrt der Stiftung Warentest (siehe Umgehungsplan). Von dort kann die Ausstellung im fließenden Besucherverkehr von bis zu 40 Personen gleichzeitig betreten werden. In den Innenräumen ist das Tragen einer medizinischen Maske für alle Besucher*innen verpflichtend, die älter als 6 Jahre sind. Die vorgeschriebene Anwesenheitsdokumentation ist über die Corona-Warn-App, die luca-App oder in Papierform vor Ort möglich.

Ausstellungsdaten: Freitag, 23. Juli bis Sonntag, 5. September 2021

Zum Haus am Lützowplatz

 

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