Ausstellung Ulrike Ottinger – CFA Berlin

Ulrike Ottinger | Journée d’un G.I. | Contemporary Fine Arts (CFA Berlin) | 22.07.-28.08.2021

bis 28.08. | #3101ARTatBerlin | Contemporary Fine Arts zeigt ab 22. Juli 2021 die Einzelausstellung Journée d’un G.I. der Künstlerin Ulrike Ottinger, die dritte Solo Show der Künstlerin in der Galerie.

Ein Geschrei zieht über den Himmel. Metaphern von Krieg und Revolution schleichen sich in Ulrike Ottingers gemalte Geschichten ein, wenn Hubschrauber, Raketen und Schrotflinten über den Köpfen der Menschen kreisen, die gerade ihrem Tag nachgehen. Wie unter einem Bann verrichten sie ihre täglichen Rituale und stehen dem drohenden Untergang hilflos gegenüber. Nicht besorgt, die Bombe liebend. Sie schießen sowieso auf alle.

Als Malerin im Paris der 1960er Jahre arbeitend, war Ottingers frühe Praxis von der Nouvelle Figuration, der Pariser Version der Pop Art, beeinflusst. Inspiriert von Alltagsszenen, Comics, Fotografien und Werbung beinhaltet der Stil zahlreiche soziale Schichten und Bezüge zu politischen Ereignissen. Ottingers heitere Gemälde und Serigrafien stehen der Ästhetik der Bewegung nahe, da sie Geschichten erzählen, die sich in Form von Sequenzen und Polyptychen über die Zeit entwickeln. Die ewig dynamische Unterscheidung zwischen Leben und der Form, die es in der Kunst findet, spiegelt sich in der Spannung zwischen Bild und Sequenz, zwischen Individuum und Gesellschaft. Die eigene Seifenblase platzt und Geschichten zählen nur, wenn sie geteilt werden.

Für mehr Informationen wechseln Sie zur englischen Ausstellungsbeschreibung über den Sprachbutton oben rechts.


Ulrike Ottinger, Ohne Titel, 1966/67, screenprint, 81,7 x 59,7 cm

„Journée d’un G.I.“, ist die dritte Einzelausstellung von Ulrike Ottinger in der Galerie. Sie umfasst ihre frühen Gemälde und Serigrafien. Die Polyptychen der Künstlerin verraten eine frühe Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten, die schließlich im Medium Film ihre Erfüllung finden wird. Am Wochenende 20.08. bis 22.08. verwandelt sich die Beletage der Galerie in ein temporäres Kino, in dem Ottingers kultige Berlin-Trilogie, bestehend aus „Ticket of No Return“ (1979), „Freak Orlando“ (1981) und „Dorian Gray in the Mirror of the Yellow Press“ (1984), sowie ihre jüngste visuelle Autobiografie, eine Sammlung von Erinnerungen an ihr Jahrzehnt in Paris, der Dokumentarfilm „Paris Calligrammes“ (2020), gezeigt werden.

Eröffnung: Donnerstag, 22. Juli 2021, 11:00 – 18:00 Uhr

Ausstellungsdaten: Donnerstag, 22. Juli – Samstag, 28. August 2021

Film Screening: Freitag, 20. August – Sonntag, 22. August 2021





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